Hattersheim
Nicht zuletzt ihre verkehrsgünstige Lage hat die 26.000 Einwohner Stadt Hattersheim am Main zu einem wichtigen Industriestandort und zu einem bevorzugten Wohnort werden lassen. Dabei konnte sie sich ihren Ruf als Stadt im Grünen erfolgreich bewahren.
Als Wirtschaftsstandort machen Hattersheim die ansässigen traditionellen und zum Teil überregional bedeutenden Produktionsbetriebe im Bereich von Glückwunschkarten und Feinmechanik bedeutend.
Meine politische Arbeit für Hattersheim:
Hattersheim liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Frankfurter Flughafen. Daher intensiv für ein intelligentes Lärmmanagement, die Verlagerung zusätzlicher Charter- und Cargoflüge nach Frankfurt-Hahn oder Köln/Bonn, die Verlagerung von An- und Abflugschneisen und einen größtmöglichen Ausbau des passiven Lärmschutzes für die betroffenen Gebiete ein.
Neben dem Thema Flughafenbausbau ist insbesondere die intensive Förderung des so wichtigen Stadterneuerungsprogramms durch die hessische Landesregierung zu nennen. So sind allein in diesem Rahmen auch durch meine Vermittlung seit 1999 über 3 Millionen Euro an die Stadt geflossen.
Historie:
Nachdem bereits Römer und Germanen auf dem heutigen Stadtgebiet gesiedelt hatten, wurde Hattersheim im 6. oder 7. Jahrhundert vermutlich eine fränkische Siedlung. Darauf deutet Historikern zufolge die Endsilbe „-heim“ hin.
Bevor der Ort 1654 erstmals mit seinem heutigen Namen Hattersheim erwähnt wurde, hatte man zuvor bereits die Schreibweisen Heideresheim, Heidirsheim, Heiderßheim, Heddersheimb, Haydersheim Hayderßheim in offiziellen Dokumenten gefunden.
Eine deutliche Gebietsausdehnung erfuhr die Stadt im Jahre 1972 durch den Zusammenschluss von Hattersheim, Eddersheim und Okriftel zur Stadt Hattersheim am Main. Als Wappen der neu gebildeten Stadt wurde das alte Wappen Hattersheims verwendet, das sich aus einem Löwen und einer Lilie zusammensetzt. Gleichzeitig wurden die Okrifteler Eiche und die Eddersheimer Wolfsangel besonders geschützt, um die regionalen Eigenheiten der Stadtteile in ihren Wappen zu erhalten.
Man unterhält Städtepartnerschaften mit dem französischen Sarcelles (seit 1992), mit Santa Catarina auf den kapverdischen Inseln (seit 1989) und seit 2005 mit dem ungarischen Mosonmagyaróvár.
Kultur:
Lange Jahre war Hattersheim als bedeutender Standort der gewerblichen Rosenzüchtung bekannt. Heute wird diese Tradition im 1997 angelegten Rosarium gepflegt, in dem im Sommer über 6000 Rosen blühen. Die Hauptattraktion stellen zwei von Kletterrosen berankte Holzpyramiden im Eingangsbereich dar.
Das Rosarium gehört zum Regionalpark Rhein-Main, der gegründet wurde, um noch unbebaute Flächen als Erholungsgebiete für die Menschen im Rhein-Main-Gebiet zu schaffen. Der Regionalpark wird durch ein insgesamt 450 km langes Netz von parkartigen Wegen und Anlagen, gebildet und stellt eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region dar.
Die „Lufthansa Klassikertage“, ein überregionales Oldtimertreffen mit über 1000 Fahrzeugen in der ganzen Innenstadt und rund um den Posthof, sind, neben dem Wäldchesfest an den Mainwiesen, der kulturelle Höhepunkt Hattersheims. Die zweitägige Veranstaltung findet jedes Jahr im Mai statt und wird seit einigen Jahren durch einen Verkaufsoffenen Sonntag ergänzt.
Bekannt ist Hattersheim aber nicht zuletzt für seine „Gut Stubb“, wie die Einwohner liebevoll den „Alten Posthof“ nennen. Er ist eine Stätte lebendiger Kleinkunst geworden. Kabarett, Comedy und Jazz vermitteln im Posthof einen besonderen Flair und laden zu zahlreichen Veranstaltungen ein. In den Sommermonaten finden auch im Innenhof Veranstaltungen statt, wie z.B. die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Musikreihe „Die Post geht ab“ sowie das Open-Air-Comedy Spektakel „Laugh-Parade“.
Sehenswert:
Die Mainbrücke in Eddersheim, eine zweigleisige Bahnüberführung über den Main war rund 11 Millionen Euro teuer und hat die zweitgrößte Stützweite aller Spannbetonbalkenbrücken für den Eisenbahnverkehr in Deutschland.
Auch ein Besuch des 1909 fertig gestellten, im Jugendstil gehaltenen Wasserwerks, das noch heute Wasser nach Frankfurt liefert, ist zu empfehlen.
Der besondere Hattersheimer:
Der am 1. November 1885 im heutigen Hattersheimer Stadtteil Eddersheim geborene Erfinder Anton Flettner wurde durch seine Erfindungen im Bereich des Schiff- und Flugzeugbaus.
Nach dem Studium von Versuchen der Aerodynamischen Versuchsanstalt Götingen mit rotierenden Zylindern erfand er den nach ihm benannten Flettner-Rotor, der als Schiffsantrieb verwendet werden sollte. Das Nachfolgemodell, der Flettner-Doppelrotor, den er zusammen mit Kurt Hohenemser 1938 konstruierte, wurde in einem der ersten Hubschrauber, dem von Flettner konzipierten Flettner F1 282 Kolibri, verwendet. Weitere Erfindungen sind das Flettner-Ruder und die Flettner-Klappe.
Nach dem Krieg wanderte Flettner in die USA aus, wo er Chefkonstrukteur der Firma Kaman wurde, die Flettner Aircraft Corporation gründete und später die Helikopterentwicklung der US-Army leitete.
Anton Flettner starb am 25. Dezember 1961 in New York City. Sein Geburtshaus beherbergt heute den städtischen Kindergarten von Eddersheim.
Wussten sie schon, …
… dass im Stadtteil Okriftel das mit 54 Sitzplätzen zweitkleinste Kino Deutschlands steht? In einer familiären Atmosphäre und bei günstigen Eintrittspreisen gibt es für große wie kleine Kinofreunde ein abwechslungsreiches Kinoprogramm.
… dass es in Hattersheim mehr als 125 aktive Vereine gibt?
… dass Hattersheim einen Moscheeverein der Ahmadiyya Muslim Jamaat beherbergt?